Japantagebuch: Day 2 – Part 2: Nikko-Futurasan-Jinja & Nikko-Toshogu

Wir nehmen  den Bus zurück nach unten, um zu den Bereich mit den Schreinen zu gelangen. Weiter unten war es zum Glück nicht mehr so neblig. Denn oben sah es dann an der Bushaltestelle so aus:

Zuerst sind wir Richtung Futurasan Schrein gegangen – Es gab einfach unglaublich viel zu sehen! Vom Hauptschrein, zu den Holztäfelchen mit Wünschen, den Omikuji, den kleinen Zetteln die an einem Seil festgebunden waren (schlechte Omikuji, die man da lässt, damit das Unglück da bleibt).

 

Das erste, wenn man einen Schrein betritt ist, dass man sich am Eingang am Tor verbeugt bevor man hindurchschreitet. Dann geht man zum Temizuya, einem Wasserbecken, an dem man sich reinigt bevor man weitergeht.

Man nimmt dazu die Holzkelle mit der rechten Hand, nimmt Wasser aus dem Becken und lässt das Wasser vor dem Becken (nicht zurück ins Becken!!!) über die linke Hand laufen, dabei achtet man das alles mit Wasser benetzt wird. Dann nimmt man die Kelle in die linke Hand und macht das gleiche mit der rechten Hand. Die Kelle wandert wieder in die rechte Hand und man füllt etwas von dem Wasser in die linke Hand und spült dann damit den Mund aus. Das Wasser wird nicht aus der Kelle an den Mund geführt! Man spuckt das Wasser wieder aus und NICHT runter oder zurück ins Becken. Anschließend kippt man die Kelle nach oben, damit das Wasser den Griff herunterlaufen kann, um diesen zu reinigen. Man legt die Keller wieder umgedreht zurück und kann nun weitergehen.

Ich glaube ich kann lieber Bilder sprechen lassen als Worte:

 

Anschließend hat Sawako mir von „Goshuin“ erzählt – man sammelt dort in einem Buch (Goshuinchou), rote Siegelstempel, die mit einer Kalligrafie versehen sind. Üblicherweise steht dort der Namen des Schreins oder Tempels, der Tag an dem man dort war und eine Segensform. Ich fand diese Idee des Souveniers super – und Sawako hat mir ein solches Buch mit meinem ersten Goshuin zum Geschenk gemacht! (Sawako, doumou arigatou gozaimasu!) in diesem Buch kann ich dann all meine weiteren Tempelbesuche dokumentieren.

(Bild Goshuin folgt :) )

Wir sind dann weitergegangen zum „Hauptschrein“ – Toshogu. Ich war ja schon von Futurasan begeistert, aber Toshogu hat mir echt den Atem geraubt, mit all den Details und Goldverzierungen ist er bei weitem eines der schönsten Sehenswürdigkeiten, die ich mir je angesehen habe. Im Vorhof steht eine wunderschöne 5-stockwerke hohe Pagode - Gajunoto. Jedes Stockwerk symbolisiert dabei ein Element :Erde, Wasser, Feuer, Wind & die Leere. Das Tor zum Inneren (Omotemon) wird von zwei beeindruckenden Figuren beschützt.

Toshogu ist berühmt für die Schnitzerei von 3 Affen – den Sanzaru. Sie haben ihren Ursprung in einem Japanischen Sprichwort „mizaru, kikazaru, iwazaru“ – „See no evil, hear no evil, speak no evil!“

(Übrigens sind das die drei Affensmileys, falls das jemand noch nicht wusste ;) )

Die Schnitzerei ist auf dem früheren heiligen Pferdestall geschnitzt, der direkt links neben dem Eingang steht. Auf der rechten Seite sieht man ein Gebäude, ein altes heiliges Lagerhaus in dem Rüstungen der Samurai und Anzüge der Priester für rituelle Feiern und Umzüge gelagert werden – oben sind zwei Elefanten eingeschnitzt, die der Künstler nur nach Hörensagen erschaffen hat, denn er selbst hat noch niemals Elefanten gesehen und so etwas wie Photos gab es damals noch nicht. ;)

Man sieht nun das Haupttor, Yomeimon, super beindruckend und unglaublich schön! Die Verzierungen sind so detailliert und fein, man kann sich gar nicht an all den Kleinigkeiten satt sehen. Dieses Tor wird von zwei Samurai mit Pfeil und Bogen geschützt.

Wenn man durch das Tor schreitet sieht man das nächste Tor – Karamon, und den dahinter liegenden Tempel. Zur linken liegt ein Gebäude, in dem die Tragbarren aufbewahrt werden, die bei Umzügen feierlich durch die Straßen getragen werden. Die Deckenverzierungen sind hier richtig toll geworden.

Wir gehen jedenfalls erstmal weiter – nach oben. Dort gibt es ein Mausoleum von Shogun Tokugawa Ieyasu, das wir uns ansehen wollen… doch bevor wir zu den Stufen nach oben kommen, durchschreiten wir ein weiteres Tor, über dem eine weitere berühmte Schnitzerei zu sehen ist – eine schlafende Katze, Nemurineko. Ich war überrascht wie klein es  ist, aber jeder musste unbedingt ein Photo machen.

Man läuft durch einen Wald mit tausenden Sicheltannen, die unglaublich groß sind, der Weg nach oben ist unglaublich schön, ich liebe all die moosbedeckten Mauern. Oben sieht man das Grab von Ieyasu, es ist vollkommen aus Bronze. Neben dem Grab steht auch noch ein 600 Jahre alter heiliger Baum zu dem man beten kann. Sawako erwähnte, dass Bäume die auf dem Schreingelände stehen nicht gefällt oder beschnitten werden und deshalb meist unglaublich alt und groß sind. Hier kann ich schon mein zweites Goshuin abholen, denn Ieyasu wird hier als eine Art Gottheit verehrt und hat somit seinen eigenen Schrein.

 

Wieder unten geben wir mein Buch beim Hauptschrein ab, damit ich mein drittes Goshuin bekommen kann. Während wir warten müssen besuchen wir den Tempel der dort auf dem Gelände steht – Innen durfte man leider keine Photos machen. An Eingang mussten wir natürlich unsere Schuhe ausziehen: Im Inneren des Gebäudes, im Heiligtum stehen 10 Figuren, die die 10 chinesischen Tierkreiszeichen symbolisieren, die hier verehrt werden. An der Decke sieht man eine riesige Zeichnung eines chinesischen Drachens. Beindruckenderweise gibt es kein Echo innerhalb des Heiligtums, was ein Priester mit zwei Klanghölzern beweist. Nur wenn man sich genau unter den Kopf des Drachens stellt schallt es unglaublich laut und von allen Wänden wieder, es ist eine sehr seltsame Art von Echo – die Stimme des Drachen.

Nachdem Sawako zum Tierkreiszeichen Drache gebetet und ich zu meinem (Schaf/Ziege) gebetet habe gehen wir mein Goshuin abholen.

(Bild Goshuin folgt ;) )

Wir machen uns nun auf den Rückweg, die Tempelanlage schließt nämlich schon um 16 Uhr und wir hatten noch nichts gegessen und großen Hunger. Unterwegs machen wir aber noch einen Abstecher zu einem „Ersatz“-Schrein, da zur Zeit Renovierungen stattfinden und die Gottheit dorthin umgezogen worden ist.

Wir haben uns entschlossen zum Bahnhof Tobu-Nikko zu laufen (30 Minuten Fußweg), so konnte ich noch Photos von diesen kleinen Sehenswürdigkeiten schießen – ich bin verliebt in Nikko! An jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken.

    

Unterwegs konnten wir die Brücke Seikyo sehn, die heilig ist und nicht überquert werden darf.

Nachdem wir etwas Einfaches gegessen haben, verabschiedeten wir uns am Bahnhof – Sawako fährt weiter nach Sendai was südlicher ist, ich musste zurück nach Tokyo in den Norden. Das hieß zum ersten Mal alleine in der Bahn zurechtkommen: Und meine Japanisch-Kenntnisse waren mir sogar schon von Nutzen, denn an einem kleinen ländlichen Bahnhof konnte ich so lesen, dass meine Bahn 15 Minuten Verspätung hatte. In Tokyo ist das meiste Englisch ausgeschildert, dort leider nichts. :D

Ich konnte mich aber erstaunlich gut zurecht finden und bin dann nach einer heißen Dusche sehr müde, aber sehr glücklich ins Bett gefallen, der Tag war echt toll und ich bin so froh nach Nikko gefahren zu sein!

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