Japantagebuch: Day 6 - Part 2: Odaiba, Tokyos Waterfront

Erst war ich ziemlich verloren, wie fast immer – kaum jemand ist an meiner Station ausgestiegen. Ich habe mich etwas umgesehen, bin zweimal in eine Sackgasse gelaufen, hatte dafür aber auch Zeit ein paar sehr interessante Strukturen und Architekturen zu photografieren - eigentlich interessiert mich sowas nicht unbedingt, aber seitdem ich hier bin, inspiriert mich das unglaublich.


Ich habe dann aber zwei „Gaijins“ (Ausländer) entdeckt – denen ich unauffällig gefolgt bin und yes, meine Vermutung war richtig, die beiden wollten auch zum Strand. Der erste Eindruck war sehr beeindruckend – kaum Menschen am Strand, Palmen und die große Brücke im Hintergrund: Zusammen mit der Sonne im Rücken habe ich mich direkt gefühlt wie im Urlaub.

Ich habe direkt meine „neuen“ Japanisch Kenntnisse angewandt und ein Macha-Eis auf Japanisch bestellt und man hat mich verstanden und nicht auf Englisch geantwortet, was sonst oft der Fall ist. Die grüne Farbe ist so unglaublich intensiv aber beim Geschmack kann ich mich noch nicht ganz entscheiden: Manchmal finde ich es super lecker, manchmal ist Macha nicht mein Fall: Bei diesem Eis war es super erfrischen und echt gut.

Ich bin den Strand weitergewandert und habe herausgefunden, dass es einen Wasser-Bus gibt: Ich also mit dem Boot später rüberfahren könnte, was ich auch noch auf meine To-Do Liste gesetzt habe. Es ging einen Holzsteg entlang der echt schön angelegt war und immer wieder hübsche Aussichtsplätze hatte, um den Brücke anzusehen. Und dann war man auch schon bei der Freiheitsstatue. Einfach unglaublich lustig und interessant mit der Brücke im Hintergrund ein schönes Bild.

Als ich weitergelaufen bin, stieß ich auf eine Promenade wo Foodtrucks und eine Leinwand aufgebaut wurden – da habe ich erst gemerkt, dass Japan heute bei der Fußballweltmeisterschafft spielt.

Bei einer Map blieb ich stehen um ich zu orientieren: Dort sprach mich eine Frau an um mich zu fragen, wo die Gundam-Statue war. Ich wusste nicht wo sie war, aber sie sagte, die müsste hier ganz in der Nähe sein: Was ein Glücklicher Zufall war, die wollte ich auch noch unbedingt sehen und ohne den Hinweis hätte ich diese Chance vielleicht verpasst! Ich habe auf dem Handy gecheckt wo sie ist und bin dann in die Mall gegangen, an dessen anderen Eingang sie sein sollte: Um mich ein bisschen abzukühlen und vielleicht eine Sonnebrille oder einen Hut zu kaufen.

Ich habe nichts dergleichen gefunden, nur ganz viele Gatchapon Maschinen, die ich natürlich benutzen musste, weil ich süchtig bin. :) Aber gut, ich habe direkt eine Figur bekommen, die ich wollte, so yay!

Allerdings habe ich keinen Hut oder eine Brille gefunden und bin dann auch noch einen falschen Ausgang rausgegangen… habe dafür aber diese wunderschöne Treppe gefunden!



Nach einigem Umherirren habe ich die Statue dann aber schon von weiten gesehen, und wow, die ist wirklich unglaublich groß und beeindruckend. Es standen auch viele Menschen davor um Photos zu machen: Es gibt dort auch ein Gundam-Themed Café: An dem war ich allerdings nicht interessiert, und nach ein paar Photos bin ich dann weitergelaufen. Aus der Monorail habe ein großes Riesenrad gesehen auf das ich Kurs genommen habe. In der Nähe gab es ein weiteres Einkaufszentrum mit Namen „Palette Town“ – der Zugang zum Riesenrad schien irgendwie durch dieses Gebäude zu sein, also bin ich da hinein und war erstmal total überrascht: Der Innenraum war nämlich an Venedig angelehnt, die Läden sahen aus wie alte Gebäude, die Decke war bemalt um auszusehen wie der Himmel und es gab sogar einen riesigen Springbrunnen und einen Theaterplatz! (Ich kannte diese Mall schon aus Videos von Japan Vloggern, denen ich auf Youtube Folge und wollte dort auch eigentlich hin, also wieder ein super Zufall dass ich den Ort gefunden habe)

Weil ich mittlerweile echt Hunger bekomme habe bin ich nach ganz oben gefahren, wo üblicherweise die ganzen Restaurants sind, der „Food Court“ und habe dann Toriyaki probiert, Fleischspieße. Die waren auch alle sehr gut, außer einer, der nur aus Hähnchenhaut bestand. (Ja ich weiß, manche mögen das, ich fands nicht so geil)

Ich habe mich dann verlaufen (classic) und bin etwas herumgeirrt, um dann herauszufinden, dass man DURCH ein Gebäude gehen muss, was heute geschlossen hat (aber der Durchgang auf ist) um zum Riesenrad zu gelangen… das muss man erstmal wissen. Es heißt Tokyo Sky Wheel und ist echt super groß – es gibt 4 Gondeln, die überall Glasscheiben haben, damit man einen Rundumblick hat, das würde ich gerne irgendwann mal versuchen. Ich habe mich dann gegen eine Fahrt entschieden und bin erstmal weitergelaufen, in der Nähe sollte nämlich eine Brücke sein: „Yume no Ohashi“ – Die große Brücke der Träume, und es wurde nicht gelogen, die Brücke war einfach riesig! Man hat gar nicht gemerkt (nur ein der leichten Rundung des Weges), dass man sich auf einer Brücke befand) – und weil ich eh schon so weit gelaufen war bin ich direkt noch weiter gelaufen – und plötzlich stießen ganz viele Menschen dazu. Mir ist dann ein paar Minuten später aufgefallen, dass das alles Angestellte waren und es mittlereile 5:30 Uhr war, also Feierabend und alle zur Bahnstation strömten. Ich habe erst überlegt auch mit der Bahn drei Stationen zurück zu fahren, um wieder zum Strand zu gelangen und dort noch die nächtliche Aussicht mit Lichtern und Skyline genießen zu können… habe mich aber dagegen entschieden, weil ich auch gerne noch das Riesenrad und die Brücke bei Nacht sehen wollte. Ich habe mich dann auf die vergebliche Suche nach einem Café gemacht, bin wieder eine Stunde herumgeirrt, meine Beine taten nach all den Kilometern einfach schon unheimlich weh – ich habe mir nachdem ich bei einem 100Yen Store ein Case für meine Suica-Card gefunden habe und ein Stativ für mein Handy gekauft habe, einen Kaffee bei Subway gekauft und mich dann draußen hingesetzt und endlich nach 6 Stunden laufen eine Pause zu haben. Das tat auch unglaublich gut, nur wurde mir allmählich kalt, weil es hier in der Nähe vom Meer doch sehr windig war und ich nicht unbedingt geplant hatte soweit zu fahren (ich hatte auch noch die ganze Zeit meinen Schulrucksack mit Buch und Unterrichtsmaterial dabei!).

Bei Dämmerung habe ich mich wieder zurück auf den Weg gemacht und habe mich gewundert, dass einfach keine Menschenseele unterwegs ist… verrückt! Ich musste dann auch nur 10 Minuten warten, um die Brücke ohne jemanden auf ihr fotografieren zu können.

Ohne Menschen war es aber auch etwas unheimlich das Riesenrad zu beobachten, aber dennoch ein guter Anblick! Mein Körper tat einfach nur noch weh, nach all dieser Lauferei, die ich unsportliches Ei einfach nicht gewohnt bin, aber irgendwie haben meine Beine einfach aufgegeben und sind nur noch vor sich hingelaufen um sich ihrem Schicksal zu ergeben. Die Gundam Statue lag auch auf dem Weg zurück, und so konnte ich sie nochmal bei Nacht mit Beleuchtung sehen, was nochmal echt beeindruckender war als bei Tag – und ich hatte wieder Glück, denn 5 Minuten nach meiner Ankunft find eine kleine Show an, bei der sich die Figur sogar ein wenig bewegt hat und im Hintergrund ein Song mit Szenen aus der Serie zu sehen waren!

 

Weiter gings dann den kompletten Weg zurück, wieder bei der Freiheitsstatue vorbei und am Strand entlang… dort habe ich mich dann an ein Deck gesetzt um die Skyline zu betrachten und ein paar Photos zu schießen: Auf dem kompletten Rückweg fand ich es dann doch schade, alleine in Japan zu sein, so schön es auch ist genau das machen zu können, worauf man Lust hat, es wäre schon schöner, wenn man jemanden hat, mit dem man diese Erlebnisse teilen kann. <3

(Vielleicht lag diese Wehmut auch daran, dass man von verliebten Pärchen umringt ist, die romantisch die Skyline von Tokyo betrachten, haha)

Leider war der letzte Wasser-Bus schon gefahren, sodass ich doch wieder auf die Bahn umsteigen musste – vorher habe ich mich aber noch an den Strand gesetzt und nochmal den Ausblick auf die Skyline genossen. Der Rückweg zur Bahn war dann wieder etwas tricky und ich habe ihn nicht auf Anhieb gefunden, aber das bin ich ja mittlerweile gewohnt.

In der Bahn habe ich mich dann gut mit einem Chinesen unterhalten, der gerade von einem Vorstellungsgespräch kam und vorhat für 1-2 Jahre in Japan zu arbeiten, richtig interessant!

Die restliche Bahnfahrt war dann nicht so spannend, es war nur sehr schmerzhaft immer wieder aufzustehen, oder sogar stehen zu müssen, meine Füße haben mittlerweile nach Ruhe geschrien.
Zuhause angekommen habe ich nur noch schnell geduscht und bin nach diesem anstrengenden, aber unglaublich tollen Tag in Odaiba, an dem ich soviele tolle Sachen sehen konnte, ins Bett gefallen.

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The life size #gundam statue in Diver City/Odaiba is definitely worth a visit and something you probably won
Hakata Gion Yamakasa Festival 🎊

This festival is celebrated every year in the beginning of July - seven neighborhoods of Fukuoka compete and carry these huge floats on a 5km course through the city. They are as tall as 5 meters and weight around 1000kg! There are a couple of test runs between the 1-14 ofJuly but the biggest main race is in the morning of the 15th of July: As early as 4:59am the race starts. 
And it is a big event, a loooot of people where there, it was insane!  A really great spirit and it was so impressive to see how much these guys can carry. 💪 even the children where all dressed up and running, too! 
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